Sollte es in den Schlössern in Burgund-Franche-Comté an Prinzessinnen oder Rittern fehlen, wären Sie bereit, diese Rolle ein Wochenende lang zu übernehmen?

Burg Châteauneuf-en-Auxois

Châteauneuf ist zunächst einmal eine traumhafte Architektur. Bei Ihrer Ankunft im Burghof stehen Sie sofort mit beiden Füßen im Mittelalter, nämlich einer Militärbastion aus der Zeit der burgundischen Herzöge gegenüber. Eine Tür öffnet sich und dann die große Überraschung: Wie auf einer Zeitreise begeben Sie sich von einer grandiosen Atmosphäre mit einem Dekor des 15. Jh. in die Stille eines Salons des 18. Jh. Ebenso wie ein wohlwollender Hüter des Canal de Bourgogne erhebt sich die Burg wie ein Leuchtturm über die regionale Kultur.

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Schloss Bussy-Rabutin

Ein Schloss mit einem perfekten Beispiel eines französischen Gartens (der übrigens mit dem Gütesiegel Bemerkenswerter Garten ausgezeichnet wurde). Alles ist millimetergenau, präzise, kein einziges Hälmchen zu viel. Ob Pflanzenlabyrinth oder die sternförmige Alleen, nichts tanzt aus der Reihe. Eigentlich ein wenig überraschend, wenn man die Geschichte seines damaligen Besitzers genauer unter die Lupe nimmt! Tatsächlich wurde der Graf Roger de Bussy-Rabutin vom Hofe des Königs Ludwig XIV. verbannt, da er einige pikante Anekdoten zu amourösen Intrigen seiner Zeitgenossen enthüllte. Schon zu jener Zeit sorgten die Enthüllungen der „Regenbogenpresse“ für verheerende Folgen …

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Château d’Ancy-le-Franc

Ein Schloss, das nie die ihm gebührende Anerkennung erhielt, da unglücklicherweise das Schloss Fontainebleau zur gleichen Zeit wie Ancy-le-Franc erbaut wurde. Und doch hat dieser Palast einiges zu bieten! Vom Architekten Franz‘ I. aus weißem Sandstein erbaut, offenbart der sonnenbestrahlte Bau die kleinsten Details und verbreitet eine Sensation von Makellosigkeit, die schwerlich anderswo zu finden ist! Und auch im Inneren verspürt man die gleiche Sensation … Die Galerie der Wandmalereien steht der in Fontainebleau in nichts nach.

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Château de Ray-sur-Saône

Schon von Weitem lassen ihre beiden großen mittelalterlichen Türme und ihre strategische Lage oberhalb des Flusses die Hauptaufgabe dieser Burg erkennen: überwachen und verteidigen. Aus der Nähe ist die Atmosphäre ein ganz andere. Willkommen zu einem idyllischen Spaziergang inmitten eines immens großen Parks, dessen 8 ha seltene Baumarten aufweisen. Im Inneren der Burg befinden sich nicht nur eine ganze Reihe Säle, sondern auch viele, teils überraschende Schätze wie dieser Säbel Napoleons I. oder seine Kleidung für die Hetzjagd. Ein kleiner Tipp: Denken Sie an Ihre Fahrräder, um Ihren Ausflug auf dem Radwanderweg am Ufer der Saône entlang fortzusetzen. Ein herrlicher Panoramablick auf die Burg sowie das mit Gütezeichen versehene Dorf Ray-sur-Saône mit seinem Comtoiser Kirchturm erwarten Sie. Ein wahres Gemälde!

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Château de Couches

Als würdige Vertreterin des Mittelalters ist die Burg von Couches mit Bravour durch Jahrhunderte gegangen. Und auch heute noch steht sie stolz mit den originellsten Initiativen dar. Workshops, Märchenlesungen, Spiele unter freiem Himmel, Schatzsuchen … Hier sind die Kinder König (oder lieber Ritter und Prinzessin …). Und während dessen besichtigen die Eltern die Örtlichkeiten mit Wohngebäude, Kapelle und den hübschen Buchsbaumtieren in den Gärten. Am Tagesende, auf der Rückfahrt, wird es wohl eher still sein im Auto!

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Museum Albert und Félicie Demard

Ein Zeugnis des ländlichen Lebens in einem immensen Schloss … Eine eher gewagte, aber gewonnene Wette im Museum für Volkskunst und -traditionen in Champlitte. Hinter einer prächtigen Renaissance-Fassade taucht man ein in das tägliche Leben und die bäuerlichen Handwerke von früher (Ende des 19. Jh.): Korbmacherei, Bäckerhandwerk, Holzschuhmacher, Büglerin etc. Diese einzigartige Sammlung wurde zusammengetragen von Albert Demard, einem Mann, fasziniert vom einfachen und authentischen Leben seiner Vorfahren. Die Reise in die Vergangenheit wäre nicht komplett ohne einen Besuch im Museum für Kunst und Technik – ein Werk seines Sohnes – das einen lehrreichen Blick auf die Erfindungen des 20. Jh. (Dampfmaschine, Elektrizität …) und deren Einfluss auf Industrie und Handwerk ermöglicht.

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Château Pierre de Bresse

3 Besichtigungen zum Preis einer einzelnen! Denn die Besonderheit des Schlosses Pierre-de-Bresse besteht darin, dass es aus 2 Einheiten besteht! Zum einen die Wirtschaftsgebäude, zum anderen der herrschaftliche Wohnsitz. Und zwischen den beiden? Wasser… und eine robuste Steinbrücke (schwimmen, nein danke! :o). Und die dritte fragen Sie? Das Heimatmuseum der burgundischen Bresse, das zur Zeit im Schloss selbst untergebracht ist. Und um es ein wenig geheimnisvoll zu machen, eine kleine Anekdote zum Schloss – Hier hat sich 1809 ein Eifersuchtsdrama abgespielt. Suchen Sie die entsprechende Stele und erfahren Sie mehr!

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Château d’Oricourt

Kreuzzüge, Ritter, Gaukler – das Mittelalter bietet endlos viel Stoff für unsere Fantasie und manchmal würde man gerne den Film „Die Besucher“ noch mal, aber umgekehrt erleben. Für die Kulisse haben wir alles, was Sie benötigen! Rendezvous also im kleinen Dorf Oricourt und seiner Burg, wo beinahe die Fortsetzung dieser berühmten Komödie gedreht worden wäre – das will was heißen! Tatsächlich ist alles vorhanden: Zwei hohe viereckige von Gräben umgebene Türme, ein Taubenschlag, ein Brunnen, ein Festungswall sowie ein Wohnhaus, das im 15. Jh. vom burgundischen Kanzler Nicolas Rolin umgebaut wurde. Die Renaissance-Elemente, die er in das Dekor einfließen ließ, zeugen von seinem guten Geschmack. Jetzt fehlen nur noch Sie und Ihre Familie, um in dieser herrlichen mittelalterlichen Anlage (eine der besterhaltendsten der Region) die Statistenrollen zu übernehmen. Also wer spielt hier die Rolle von Jacquouille, dem Knappen?

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Burg von Brancion

Brancion wahrt in ihren Mauern die ganze bewegte Geschichte, die man von einer Burg erwarten kann: Mächtige Herren hat sie gekannt, aber auch Konflikte (insbesondere mit den Mönchen von Cluny, im dauernden Kampf um die lokale Macht und darüber hinaus!), Schlachten und Plünderungen, die wenig überraschend tiefe Spuren hinterlassen haben. Aber Brancion hat ihr letztes Wort noch nicht gesprochen. Dank einer Handvoll passionierter Menschen (die Eigentümer der 70er Jahre sowie ein Verein in den Jahren 2000), steht die Festung wieder in ihrem alten Glanz da. Restaurierungsarbeiten, Animationsprogramm, Öffnung für die Öffentlichkeit. All diese Anstrengungen haben sich gelohnt, denn heute warten nicht eine oder zwei, sondern drei Entdeckungen in Brancion auf Sie: Natürlich die Burg selbst, aber auch das umliegende hübsche mittelalterliche Dorf und die herrliche Aussicht, denn eine weitere gute Neuigkeit ist, dass sich alles ideal hoch oben befindet.

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