9.00 Uhr – Erkundung vor Ort

Schon bei der Ankunft in Cluny weiß man, dass es ein ausgefüllter Tag wird, so viel gibt es zu sehen! Das ist aber kein Grund, ziellos hin- und herzulaufen, so verdirbt man sich nur die Besichtigung. Methodisch vorgehen! Zur Orientierung zuerst die Stadt mit ihren kleinen Gassen, die Gemeinde Saint-Benoît oder die Kirche Notre-Dame besichtigen, die im Schatten der Abtei ein wenig ins Abseits geraten sind.

10.00 Uhr – Eine „monumentale“ Besichtigung

Und nun geht es zur Sache. Und welche Sache! Die Abtei von Cluny füllt schon ganz alleine ein ganzes Kapitel französischer Geschichte. Stellen Sie sich vor: Ende des 11. Jh. beugen sich 1 400 religiöse Stätten in ganz Europa dem Willen dieser einen Abtei; mehr als 10 000 Mönche folgten ihrer Lehre unter der Leitung von Mazarin oder Richelieu, die sich an ihrer Spitze abwechselten! Aber trotz ihrer Macht erlitt die Abtei ein tragisches Schicksal … das hier nicht verraten wird. Um mehr zu erfahren – vorbeikommen!

12.30 Uhr – Hunger macht sich bemerkbar

Es ist schon nach Mittag und Zeit, ein Restaurant zu finden. Wenn möglich, ein „gutes“. Im Gespräch mit den Einheimischen wird häufig eine Adresse genannt: Le Pain sur la Table („Das Brot auf dem Tisch). Origineller Name. Hoffen wir, die Küche auch. Wir gehen hinein, setzen uns, so ohne Schnickschnack. Auffallend ist, dass man eher den Eindruck hat bei Freunden eingeladen als ein einem Restaurant zu sein, so gesellig ist dieser Ort. Ein toller Tipp!

14.00 Uhr – Alle in den Sattel

Zur Verdauung die Besichtigung des Nationalgestüts von Cluny. Sie werden sicher sagen, ein Gestüt bleibt ein Gestüt – eine Box, ein Pferd; eine andere Box, ein anderes Pferd, … Ja … und nein. Das Gestüt von Cluny ist eine wahrhaftige Institution, ein Denkmal im positiven Sinn. Zunächst Königlich, dann Kaiserlich und schließlich National … Im Laufe seiner 200-jährigen Existenz hat es mehr als eine Geschichte zu erzählen und das unaufhörliche Ballett herausgeputzter Pferde gesehen (das muss wohl die militärische Seite sein).

16.30 Uhr – Willkommen bei den Spezialisten

Zurück zur Abtei von Cluny, aber dieses Mal machen wir einen richtigen Zeitsprung. Die Ecole Nationale Supérieure des Arts und Métiers empfängt uns zu einer sehr speziellen Besichtigung (aber verständlich, keine Angst. Hier entsteht das Beste vom Besten in einer Vereinigung von Kunst und Spitzentechnologie in Frankreich). Erinnern Sie sich an den „Spiegel“ der virtuellen Realität, der Ihnen heute Morgen die Abtei zu ihrer Blütezeit vorgeführt hat? Eben das ist eines ihrer Werke. Den Rest werden Sie selbst entdecken!

18.30 Uhr – Der Tag neigt sich dem Ende zu …

Aber nicht ohne einen Muss-Besuch, der des Schlosses Cormatin, knapp 20 km nördlich von Cluny. Das Schicksal des im 17. Jh. erbauten Schlosses ist eng mit dem der Abtei von Cluny verbunden, denn ursprünglich nur ein befestigtes Haus bestand seine Hauptaufgabe darin, denn Zugang nach Cluny vom Grosne-Fluss aus zu kontrollieren. In einem Anflug von Größenwahn ließ der Besitzer es 1606 abtragen, um Platz für das heutige Schloss Cormatin zu machen – oder fast, denn zwischen Kriegen und Bränden hat das Schloss schon einiges erlebt!

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